Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Schule ist nicht allein Angelegenheit des Staates und des Schulträgers. Sie bedarf auch der intensiven Mitwirkung der Eltern. Die heutigen Schulgesetze geben den Eltern zahlreiche Möglichkeiten das schulische Leben mitzugestalten.
Die Eltern können durch aktive Beteiligung die Entwicklung und damit die Gestaltung des Schullebens beeinflussen. Grundlage für das notwendige Zusammenwirken zwischen Schule und Eltern in der Bildungs- und Erziehungsarbeit ist das Schulmitwirkungsgesetz.

Neben diesen gesetzlich verankerten Mitwirkungsrechten legen die Eltern der Burgschülerinnen und Burgschüler im Rahmen der Erziehungspartnerschaft zwischen Lehrerinnen und Eltern sehr viel Wert auf die Mitarbeit in den folgenden freiwilligen Bereichen:

  • Verfassen demokratischer Gremien
  • Förderverein
  • Feste in der Schule und individuelle Klassenfeste
  • Mithilfe bei der Unterrichtsarbeit
  • Die Mithilfe von Eltern als Begleitpersonen bei Klassenausflügen und Klassenfahrten
  • Kontakte zur Berufswelt.

Schulvertrag für die Eltern

Schulvertrag für die Eltern Schulvertrag für die Eltern (92,6 kB)

Eltern-ABC

»Fast jedes Kind kommt neugierig und lernwillig in die Schule. Wenn man es richtig anregt, wird es, dem eigenen Interesse folgend und dem eigenen Lerntempo gemäß, die im Lehrplan geforderten Lernziele von sich aus erreichen.«

(Jürgen Reichen)

A wie Anfang

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für den Schulanfang! Machen Sie Ihrem Kind den Anfang leicht, geben Sie ihm Zeit, sich in Ruhe an den neuen Lebensabschnitt zu gewöhnen. Dieses "ABC für Eltern" will Ihnen dabei helfen.

B wie Bewegung

Kinder brauchen Bewegung, um gut lernen zu können! Beim Klettern, Springen, Balancieren, Schaukeln ... trainieren sie im Spiel Raumwahrnehmung, Gleichgewichtssinn und Konzentrationsfähigkeit. Sie tun Ihrem Kind etwas Gutes, wenn Sie es vom Fernseher und Computer fortlocken und zum Spielen nach draußen schicken.

C wie Chaos

Das Chaos ist nicht ausgebrochen, wenn die Kinder in der Schule nicht immer das Gleiche machen. In der Grundschule haben sich Unterrichtsformen durchgesetzt, die Sie aus eigenem Erleben sicher nicht kennen. Wir sind daran gewöhnt, dass im selben Raum gearbeitet und gespielt wird.

D wie Druckschrift

Ihr Kind lernt Schreiben und Lesen mit Druckbuchstaben. Und das mit gutem Grund: Überall trifft das Kind auf Druckbuchstaben und kann schon bald Plakate, Firmenschilder, Zeitungsüberschriften und dergleichen entziffern.
Das unterstützt den Leselernvorgang. Das Schreiben von Druckbuchstaben ist für die ungeübten Kinderhände einfacher.
Später, wenn die Hand ans Schreiben gewöhnt ist, lernen die Kinder die VA, damit meinen wir die Vereinfachte Ausgangsschrift.

E wie Elternarbeit

Elternabende sind wichtig! Gehen Sie hin!
Nur so haben Sie die Chance, Einblicke in den Schulalltag Ihres Kindes zu bekommen und das Schulleben mitzugestalten.
Es gibt viele Möglichkeiten sich zu betätigen - packen Sie´s an!

F wie Fehler

Ihr Kind will Schreiben und Lesen lernen. Schon bald wird es anfangen, kleine Wörter, Sätze, Nachrichten und Grüße zu schreiben. Nehmen Sie diese Schreibversuche ernst. Ihr Kind probiert diese neue Möglichkeit sich mitzuteilen aus. Freuen Sie sich! Machen Sie sich über die Fehler keine Sorgen. Das Sprechen hat Ihr Kind auch über viele fehlerhafte Zwischenstufen erlernt.
Mit dem Schreiben ist es nicht anders. Ermutigen Sie Ihr Kind zum Schreiben! Der Text hat seinen Sinn erfüllt, wenn SIE die Botschaft verstanden haben.
Am Anfang braucht man oft Fantasie dazu, und es erleichtert die Sache, wenn man die Texte laut liest.

G wie Geduld

Nicht immer läuft es in der Schule so, wie wir es uns wünschen. Das gilt für Kinder wie für Erwachsene. "Die Kinder müssen manchmal viel Geduld mit den Erwachsenen haben", sagte der Kleine Prinz.
Wir Erwachsenen müssen geduldig warten können, bis sich der Lernfortschritt einstellt, den wir uns erhoffen.
Die Lehrerinnen beobachten sorgfältig, damit die richtigen Hilfen frühzeitig gegeben werden können, ABER:
Durch nichts wird das Lernen dauerhafter behindert als durch Hektik, Ungeduld, Vorwürfe und Angst vor Versagen!

H wie Hausaufgaben

Ihr Kind wird Hausaufgaben machen müssen. Hausaufgaben haben den Sinn, Ihrem Kind eine kleine Pflicht aufzuerlegen, die es selbstständig bewältigen soll.
Die Hausaufgaben sollen in den ersten beiden Schuljahren nicht länger als 30 Minuten dauern - bei allen, nicht nur bei den Schnellsten. Freuen Sie sich, wenn Ihr Kind nach 10 Minuten fertig ist!
Probleme mit den Hausaufgaben belasten das Familienleben und sollten mit der Klassenlehrerin besprochen werden.

I wie Information

Wenn die Schule Ihnen etwas mitteilen will, bekommt Ihr Kind in der Regel eine schriftliche Nachricht.

J wie Jetzt

Bedenken Sie, dass Ihre Kinder JETZT leben und nicht erst in der Zukunft. Zwar tun wir vieles im Hinblick auf die Zukunft, aber es muss schon HIER und JETZT ein Sinn für die Kinder darin liegen.

K wie Krankheit

Wenn Ihr Kind krank ist, so rufen Sie gleich morgens im Sekretariat der Schule (Tel. 432560) an, damit wir nicht unnötig auf Ihr Kind warten. Sie können auch einem benachbarten Kind eine Nachricht mitgeben.
Hat Ihr Kind eine ansteckende Krankheit (z.B. Masern, Windpocken) ist ein ärztliches Attest erforderlich.

L wie Lesenlernen

Mit Hilfe der BUCHSTABENTABELLE lernt Ihr Kind zuerst schreiben, nicht lesen. Anfangs kann Ihr Kind das, was es selbst geschrieben hat, nicht lesen. Das ist durchaus normal und dauert teilweise recht lange! Verlangen Sie daher keine Leseleistung, sondern warten Sie geduldig ab und ermutigen Sie Ihr Kind zum Schreiben.
Pauken Sie nicht mit Ihrem Kind. Es verliert sonst schnell die Lust, oft für immer!
Erst am Ende des 2. Schuljahres sollten alle Kinder lesen können.
Denken Sie bitte daran, die Buchstaben anders zu benennen als die Sesamstraße es vormacht und die Erwachsenen gewohnt sind:
Ein "M" heißt "mmm" und nicht "em", ein "H" heißt "h" und nicht "ha"!

M wie Mathe

Das Mathematikwerk hilft Ihrem Kind, die Welt der Mathematik mit Freude zu entdecken. Sie können Ihr Kind unterstützen, wenn Sie im Alltag alle Möglichkeiten nutzen Dinge zu zählen, zusammenzuzahlen, den Unterschied auszurechnen. Aber auch hier gilt:
Es soll keine Rechenstunde daraus werden. Nur wenn es dem Kind Spaß macht, ist es sinnvoll.

N wie Namen

Sie ersparen sich selbst und uns viel Ärger, wenn Sie die persönlichen Dinge mit dem Namen versehen. Das gilt für Kleidungsstücke und Turnzeug genauso wie für Hefte, Bücher, Stifte Anspitzer usw.

O wie Ordnung

Ordnung muss sein! Das gilt in der Schule genauso wie zu Hause. Zusammen mit Ihrem Kind sollten Sie jeden Tag schauen, ob alles Nötige im Schulranzen ist und ob das Mäppchen vollständig ist. Das Anspitzen der Stifte nicht vergessen! Mit der Zeit soll das Kind aber selbst für seine Ordnung sorgen. Daher gilt:
Helfen Sie Ihrem Kind, aber nehmen Sie es ihm nicht aus der Hand!

P wie Pause

Ab 9.30 Uhr ist Frühstückspause im Klassenzimmer.
Ab 9.40 - 10.00 Uhr ist die 1. Hofpause.
Achten Sie auf ein gesundes Frühstück.
Eine Plastikdose hält das Brot frisch und hinterlässt am wenigsten Spuren im Ranzen. Die Kinder können bei der Lehrerin Milchgetränke bestellen.
Von 11.35 - 11.50 Uhr ist die 2. Hofpause.

Q wie Quatsch

Kinder machen Quatsch. Das ist heute so wie früher. Es steht dafür aber kein Kind mehr in der Ecke!

R wie Rituale

Rituale sind wichtig. Der Tagesablauf, der einer bestimmten Ordnung unterliebt, gibt dem Kind das Gefühl von Sicherheit und Zuverlässigkeit. Wenn sich ein Kind z.B. darauf verlassen kann, dass es pünktlich auf den Schulweg geschickt wird, und in der Schule von der Lehrerin freundlich aufgenommen wird, so bekommt es das Gefühl, zu Hause und in der Schule gut aufgehoben zu sein.

S wie Schulweg

Fahren Sie Ihr Kind nicht mit dem Auto zur Schule oder holen es mit dem Auto ab. Gönnen Sie Ihm den Schulweg!
Frische Luft, Bewegung, der Freiraum mit Freunden zusammen zu sein, machen Spaß und bauen Stress ab.
Übrigens, auch bei Regen kann man zu Fuß gehen!

T wie Turnen

Damit uns möglichst viel Zeit zum Turnen bleibt, sollte sich Ihr Kind ohne fremde Hilfe an- und ausziehen können.
Die Schuhe gehören auch dazu!
Beim Sport ist Schmuck gefährlich! Daher unsere Bitte: Schicken Sie Ihr Kind ohne Schmuck zur Schule!
Der Turnbeutel (mit Namen) dar an der Garderobe hängen bleiben. Regelmäßig soll das Turnzeug zum Waschen mitgenommen werden.

U wie Unfall

Ihr Kind ist in der Schule und auf dem Schulweg unfallversichert. Bitte melden Sie es in jedem Fall der Schule, wenn Ihr Kind auf dem Schulweg verunglückt ist.
Sollte Ihr Kind in der Schule verunglücken bzw. sich krank fühlen, ist es sehr wichtig, dass im Sekretariat immer die aktuelle Telefonnummer bzw. Handynummer vorliegt. Daher unsere Bitte jegliche Änderungen der Lehrerin bzw. im Sekretariat zu melden.

V wie Vorlesen

Auch wenn Ihr Kind bald selbst lesen kann: Lesen Sie Ihrem Kind vor! Wenn Ihr Kind von schönen Geschichten gefesselt wird, wächst sein Interesse am Lesen. Nutzen Sie die gemütlichen Stunden.
Lesen und Sich-Wohlfühlen sollen zusammen gehören. Eine bessere Lesemotivation gibt es nicht! Lassen Sie Ihr Kind mitentscheiden, was gelesen werden soll. Später kann es selber die Geschichten zu Ende lesen.

W wie Werkstatt

In der WERKSTATT arbeiten nicht alle Kinder das Gleiche, sonder wählen aus Lernangeboten aus, die sie allein oder mit anderen in eigenem Tempo bearbeiten können. Hierbei lernen sie selbstständig zu arbeiten.

XY ungelöst

ist ein beliebte Fernsehsendung - vielleicht für Erwachsene, für Kinder sicher nicht.
Das Gleiche gilt auch für die vielen "explosiven" Sendungen auf den privaten Fernsehkanälen, die den Kindern Angst vor der Welt und dem Leben machen, wo Vertrauen in die Zukunft doch so wichtig wäre.

Z wie Zeugnis

Am Ende des 1. Schuljahres bekommt Ihr Kind ein Zeugnis. Darauf stehen keine Zensuren, sondern es ist ein Bericht über das Arbeitsverhalten des Kindes und über das, was es gelernt hat. Wenn Ihr Kind erhebliche Wissenslücken hat, wird mit Ihnen über geeignete Fördermaßnahmen gesprochen.

Ende

Zum Weiterlesen empfehlen wir:

Steve Biddulph: Geheimnisse glücklicher Kinder.
Heyne TB;
ISBN 3-453-19742-9(8)
Der Psychologe und Familientherapeut Steve Biddulph gibt Eltern Handlungsanleitungen zu einem entspannteren und konfliktfreieren Umgang mit ihren Kindern.

Uta Brücker / Heike Friauf: 1000 + 1 Idee rund um die Schule.
Kösel;
ISBN 3-466-30424-5